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24. Jul 2015

Wie berechnen wir ein Subwoofergehäuse?

Was berechnen wir eigentlich?

Zunächst einmal muß klargestellt sein, was eigentlich berechnet werden soll. Die Meisten gehen davon aus, daß das Gehäusevolumen bereichnet werden soll auf Grund der Werte des Woofers. Grundsätzlich ist das auch nicht falsch - jedoch muß dabei berücksichtigt werden, daß ein Subwoofer (eingebaut in sein Gehäuse) im Fahrzeug ganz andere Gehäusevolumena haben könnte, als außerhalb vom Fahrzeug. Das heißt, daß bei einer Berechnung per Software das Fahrzeug meistens gar nicht berücksichtigt wird. Wie auch: man bräuchte das Volumen des Fahrzeugs, den Widerstand der Karosserie u.s.w u.s.f.

Wir gehen ganz anders heran

Wir gehen einen ganz anderen Weg. Wir fragen: was für eine Art BASS (vom Klang her gedacht) möchtest Du haben? Mega tiefe Bässe? Dann brauchst du einen Langhubsubwoofer mit einem hohen Q-Faktor (für hohe bewegte Masse und niedrige Resonanzfrequenz) .. oder möchtest du einen knackigen Bass haben, dann brauchst du einen starken Lautsprecher - jedoch mit niedriger bewegter Masse, damit er schneller reagiert bzw. seine Resonanzfrequenz höher liegt. Wenn du beides möchtest, brauchst du einen Lautsprecher, der einen mittleren Q-Wert hat und möglichst ein Gehäuse, was möglichst einen linearen Frequenzbereich ermöglicht - das geht allerdings auf Kosten des Wirkungsgrades.

Tabelle mit Anhaltspunken zur Gehäuseberechnung für 30cm-Woofer

Tiefbassmit hohem WirkungsgradBassreflexprinzip (80L)Langhub Subwoofer mit hoher bewegter Masse (Gummisicke, dicke u. schwere Membran, schwere Schwingspule)
Midbassmit hohem WirkungsgradBassreflexprinzip (50-60L)Subwoofer mit mittlerer bewegter Masse (Schaumgummisicke, mitteldicke Membran, normale Schwingspule)
Kickbassmit hohem WirkungsgradBassreflexprinzip (45-55L)Kurzhub Subwoofer mit niedriger bewegter Masse (Schaumgummi- o. Papiersicke, dünne Membran (Papier), normale Schwingspule)
Tief- und Kickbassmit niedrigem WirkungsgradGeschlossenes Gehäuseprinzip (25-35L)Langhub Subwoofer mit starkem Antrieb und eher hoher bewegter Masse, kräftige Schwingspule


Gehäuseprinzipien Vor- und Nachteile

An diesem Beispiel (Tabelle) sehen wir, daß es auf die Bedüfnisse des jeweiligen Hörers ankommt. Dieser muß sich fragen: Was will ich eigentlich - und konzipiert danach seine eigene Konfiguration. Powermacher werden stets zu einem Bassreflexprinzip greifen, Car-hifi-Sound-Quality-Freunde wohl eher zu einem geschlossenem Gehäuse, da es sehr viel linearer, aber auch bedämpfter und sauberer klingt. Man könnte auch zum einfach-ventilierten Bandpaß greifen. Hier sind die Berechnungsgrundlagen die gleichen - allerdings die Volumena etwas anders. Die geschlossene Kammer ist hier kleiner, als beim klassischen geschlossenem Gehäuse (ca.25%).

Wenn ihr weitere Fragen habt, postet sie unter diesen Blogbeitrag, damit auch andere dazulernen können - wir antworten gerne.
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